Social Media Strategien

Was ist deine Social Media Marketing Strategie? Wie gehst du bei der Planung deiner Social Media Marketing Inhalten vor? Was ist dein Konzept, spezifisch für dein Unternehmen auf Facebook und auf Instagram? Auf Workshops oder bei unseren Mehrwert – Calls stellen wir gerne Geschäftsführern, Marketingverantwortlichen oder leitenden Angestellten von klein- und mittelständischen Unternehmen diese Fragen. Was glaubst du, was wir dabei als Antwort bekommen habe? Natürlich wären wir jetzt gerne auf deine Antwort gespannt und du darfst sie uns auch gerne in die Kommentare schreiben 😉 Wenn wir ehrlich mit dir sind, haben wir darauf erst zwei oder maximal drei gute Antworten bekommen. Aber warum ist das so?

Die meisten klein- und mittelständischen Unternehmen haben in der Regel einen Business Plan und haben in der Regel für alles eine Struktur. Mittlerweile wissen auch sehr sehr viele von Ihnen, wie wichtig und relevant Social Media für Neukundengewinnung und Markenausbau ist. Leider ist bei vielen die Planung und eine Struktur noch nicht zu ihren Online Marketing Konzepten durchgedrungen. Genau aus diesem Grund schreiben wir dir diesen Blogartikel, um dir in diesem wichtigen Bereich ein hoffentlich großen Mehrwert vermitteln können.

Wie kannst du für dich so schnell und so einfach wie nur möglich, ein grundsätzliches Social Media Marketing Konstrukt aufbauen? Gleich einmal vorweg, wir werden dir hier nicht eine suuuuuper aufwendige, detaillierte Konzeption mitgeben, bei der wir wahrscheinlich beide wissen, dass diese am Ende nicht umgesetzt wird. Stattdessen haben etwas super einfaches für dich vorbereitet, dass du heute noch umsetzen kannst. Bevor wir nun gleich mit unserem drei Schritte System starten, möchten wir dir noch einmal verdeutlichen, warum ein Social Media Marketing Konzept überhaupt wichtig ist. 

Warum benötigen wir ein Social Media Konzept?

Dazu machen wir einmal einen kleinen Exkurs in die Luftfahrt. Stelle dir vor, du hast einen Flug von Wien nach LA gebucht. Um auch wirklich von Wien nach LA zu kommen, sollte die Airline die richtigen Koordinaten zur Hand haben. Weichen diese vielleicht ein wenig von den genauen Daten ab, landest du am Ende eventuell gar nicht in LA, sondern vielleicht in einem komplett anderen Bundesstaat in Amerika. Deshalb ist es umso wichtiger, ein funktionierendes Konzept zu haben, bei dem man ganz genau weiß, wo man sich gerade befindet und wo man hin möchte. Um den Switch wieder zu unserem Online Marketing Konzept zu machen: Diese beiden Koordinaten bilden den Status Quo als Startpunkt und das Goal – Setting als Zielpunkt. 

Denn sein wir doch mal ehrlich, wenn du dich bereits ein bisschen mit Social Media beschäftigt hast und ab und an einen Post abgesetzt hast, wird dir eines aufgefallen sein: Du generierst Ergebnisse. Mit Ergebnisse meinen wir, dass deine Postings sofort eine gewisse Reichweite erzielen. Facebook oder auch Instagram zeigen dir auch genau an, wie viele Nutzer du erreicht hast. Hierbei fällt uns nun eines auf: Viele Unternehmen oder Werbetreibende sehen diese Ergebnisse, aber es nicht die Ergebnisse, die sie sich wünschen. Viele von Ihnen wissen allerdings auch nicht, wie sie zu den gewünschten Zielen kommen. Kommt dir das vielleicht bekannt vor? 

Deshalb möchten wir dir einen Fahrplan mit an die Hand geben, der dich bei deinem Weg unterstützt. Dieser Fahrplan ist allerdings mehr als nur ein Weg von A nach B. Es ist dir später auch möglich, Auswertungen zu tätigen, die dich deinem Ziel messbar näher bringen. Die Auswertungen können dir auch noch helfen, zukünftige Schritte besser vorherzusagen. 

Wie schon gesagt, sind wir eher Freunde von einfachen und leicht nachzumachenden Strategien. Genau das werden wir auch bei der Konzeptionserstellung wieder berücksichtigen. Denn auf Social Media kann man super viele Ziele und Ergebnisse erreichen. Diese haben auch alle ihre Daseinsberechtigung. Allerdings finden wir, dass manche Ziele, wie Store Traffic, Katalogverkäufe oder App – Installationen, für klein- und Mittelbetriebe nicht unbedingt relevant sind. Wenn wir uns also die Ziele einmal abstrahierter betrachten, kommen letztendlich zwei Ziele bzw. zwei grobe Überkategorien heraus. 

Das drei – Schritte – Konzept

Schlüsselkennzahlen

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     Branding Performance

  • Das wäre zum einen Branding. Branding ist im allgemeinen die Reichweite oder auch Markenbekanntheit auf den sozialen Netzwerken. Also grob gesagt, wie viele Personen kennen dein Unternehmen oder deine Brand? Wie bekannt bist du in deinem lokalen Raum? 
  • Die andere Überkategorie wäre die Performance. Performance – Kennzahlen können gegenüber den Branding Kennzahlen auch als “Harte Kennzahlen” beschrieben werden. Denn jeder der Kennzahlen lässt sich spezifisch messen und bestimmen. Das wären beispielsweise Neukunden, Umsatzsteigerung, Kosten pro Conversions,… 

Das wäre nun auch der erste Schritt unserer Konzepterstellung. Wir definieren, was wir überhaupt mit Social Media machen und erreichen wollen. Denn jedes Unternehmen ist anders und hat unterschiedliche Ziele. Nicht jedes Unternehmen nutzt Social Media um Neukunden zu gewinnen oder um die Markenbekanntheit auszubauen. Daher solltest du dich erst einmal Fragen, wo du deine Ziele für Social Media einordnen würdest. Vielleicht hast du auch Ziele, die unter beiden Kategorien zu finden sind. Das du deine Ziele auch der richtigen Kategorie zuordnest, haben wir nun einmal die für uns wichtigsten Kennzahlen aufgelistet. 

Auf der Seite des Brandings gibt es im Endeffekt die folgenden Kennzahlen: 

  • Interaktionsrate: Bei dieser Kennzahl messen wir, wie viele Personen mit unseren Beiträgen oder unserem Account interagiert haben. Interaktionen können dabei das Liken, Kommentieren, Teilen oder Speichern unserer Beiträge sein. Wenn du ein Posting veröffentlichst und von 100 Followern deines Accounts hast du 20 dieser eben beschriebenen Interaktionen generiert, besitzt du eine Interaktionsrate von 20%. 
  • Follower-Wachstum: Um den Follower-Wachstum zu bestimmen, solltest du immer eine gewisse Vorperiode betrachten. Bedeutet, du schaust dir beispielsweise den Dezember an. Wie viele Personen sind dir zum 01.12. gefolgt? Anschließend kannst du am 01.01. sehr genau messen, ob neue Follower hinzugekommen sind, es gleichgeblieben ist oder du sogar Follower verloren hast. 

Betrachten wir nun die Performance – Seite, ist die für uns wichtigste Kennzahl die Conversions-Rate. 

  • Conversions-Rate bedeutet, dass wir messen, wie viele Neukunden oder Conversions, also Verkäufe wir generiert haben. Dies kann auf wöchentlicher oder monatlicher Basis gemacht werden. Es liegt letztendlich an deinem Tonus, den du in deinem Unternehmen implementieren willst. 

Das waren auch schon die wichtigsten Kennzahlen für unsere Social Media Konzeption. Hast du nun die aktuellen Daten deiner Accounts erfasst, ist der Status Quo definiert und der Startpunkt unserer Social Media Reise festgelegt. 

Nach dem Startpunkt befasst man sich in der Regel mit der Ziel. Und genau das werden wir jetzt auch für unsere Konzeption tun. In der Fachsprache wird dieser Schritt auch als Goal – Setting beschrieben. Es bedeutet, dass wir unsere Ziele definieren, wo wir beispielsweise am Ende des Jahres oder auch schon am Ende des nächsten Monats sein möchten. Ziehen wir wieder unser oben gezeichnetes Muster heran. Wir definieren nun für unsere Kennzahlen, das Branding und / oder die Performance, entsprechende Ziele. Mit diesem Schritt richten wir unsere Koordinaten, die bisher eher durcheinander schienen, schön langsam auf eine gerade Linie hin. Das kommt dir vielleicht recht einfach vor, aber alleine diese beiden Schritte machen 80 – 90% aller KMU’s leider nicht oder viel zu selten. 

Eben wurde es schon einmal angedeutet, aber jetzt werden wir noch einmal ausführlicher darauf eingehen: Die Verbindung von unserem Start- und Zielpunkt sollte eine Linie ergeben. Ziehen wir wieder das Flugzeug Beispiel hinzu, möchten wir von Start zum Ziel auch keine großen Umwege fliegen, sondern uns auf einen direkten Weg dorthin begeben. Genau so sollten wir es auch bei unserem Online Marketing Konzept tun.

Wir nennen diesen letzten aber auch wichtigen Schritt die Straight Line. Es bedeutet, dass wir uns von unserem Status quo aus direkt auf unsere Ziele konzentrieren und diese verfolgen. Wir richten also unsere Marketingaktivitäten so aus, dass sie uns an unser Ziel führen. Um dir diesen Schritt auch noch einmal zu verdeutlichen, bedeutet es für beispielsweise die Kennzahl Interaktionsrate, dass wir unsere Postings in Zukunft so gestalten müssen, dass Nutzer öfter mit diesen interagieren. Das kann beispielsweise durch das Einfügen von Call-to-Actions in der Beschreibung erfolgen. Möchten wir eher die Conversions-Rate steigern, so sollten wir unsere Werbeanzeigen so gestalten oder ausrichten, dass die Zielgruppe besser angesprochen wird, durch besseres Targeting oder genauere Interessensangaben. 

„Nur durch Umsetzung wirst du besser Ergebnisse erreichen!“

Wendest du dieses Konzept das erste Mal an, so sollte dies nun etwas klarer werden und du nach diesen drei Schritten wissen, wie du in Zukunft von deinem Status Quo zu deinem Ziel auf einem “straighten Weg” kommst. Es sollte in Zukunft nicht mehr vorkommen, dass du irgendwelche Ergebnisse erzielst, sondern wirklich die Ergebnisse, die du letztendlich haben möchtest. Denn wenn wir ehrlich sind, haben wir als klein- oder mittelständischer Betrieb nicht unbedingt Geld zum Verschenken übrig. Das, was sich große Player oder große Konzerne durch verschiedene Tests mit ihrem Werbebudget erlauben können ist bei uns wahrscheinlich nicht vorhanden. 

Wir wünschen dir bei der Umsetzung sehr sehr viel Erfolg. Es ist zwar ein sehr einfaches Konzept aber ein wirklich effektives. Tue uns den Gefallen und versuche das Ganze einmal in deinem Unternehmen anzuwenden und du wirst wesentlich mehr Klarheit in dein Social Media Marketing bringen und vor allem auch deine Ressourcen, die in den meisten Fällen bei klein- und Mittelbetrieben knapp sind, wirklich effektiv nutzen. 

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